Donnerstag, 23. Juli 2009

Tschüss, Deutschland!

Zahl der Auswanderer steigt wieder an
zuletzt aktualisiert: 23.07.2009 - 09:19 Düsseldorf (RPO). Immer mehr Menschen verlassen Deutschland und bauen sich im Ausland einen neue Existenz auf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zogen im vergangenen Jahr 738.000 Deutsche weg, das sind 100.000 mehr als 2007.

Damit ist die Zahl der Auswanderer erstmals seit der Wiedervereinigung höher als die der Einwanderer. Unter den Abgewanderten waren 175.000 Deutsche (2007: 161.000) und 563.000 Ausländer (2007: 476.000).

Grundlage dieser Berechnung seien die Angaben der Meldebehörden, teilten die Statistiker mit. Wegen der bundesweiten Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer seien 2008 allerdings umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen worden, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen geführt haben. Der Umfang dieser Bereinigungen sei allerdings nicht zu ermitteln, so dass die Statistik unscharf bleibe.

Der kontinuierliche Rückgang der Zahl der Zuwanderer nach Deutschland seit 2001 ist indes gestoppt. 682.000 Menschen zogen 2008 in die Bundesrepublik. Damit blieb die Zahl der Zuzüge im Vergleich zum Vorjahr (681.000) nahezu konstant. Zuvor war die Zuwanderung von 2001 bis 2006 kontinuierlich zurückgegangen.

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