Samstag, 27. November 2010

schon jetzt explodiert der Preis für REIS in Thailand auf unerschwingliche Höhe

die diesjährige Unwetterkatastrophe treibt den Reispreis in exorbitante Höhe.
Thailand meldet grosse Ernteausfälle durch die schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren.
In Thailand,dem weltweit größten Exporteur für Reis auf dem Weltmarkt,ist die Ernte durch Unwetter stärker geschädigt als zuvor geschätzt. Die schlimmsten Überschwemmungen seit fünf Jahrzehnten haben Felder vernichtet. Es wird mit weiter steigenden Preisen für das Grundnahrungsmittel gerechnet. Seit Juli haben Stürme und Überflutungen auch in den anderen beiden wichtigen Exportländern Vietnam und Pakistan die Reisernte vernichtet. An der Warenbörse Chicago Board of Trade waren die Terminkontrakte für Reis zeitweise auf ein Jahreshoch bei 15,59 Dollar je 100 Pound gestiegen. "Dies könnten die größten Schäden für die Reisernte seit den Überschwemmungen von 2006 sein", warnte der thailändische Landwirtschaftsminister Theera Wongsamut. Gegenüber dem Vorjahr wird die Reisernte um schätzungsweise sieben Prozent oder 1,6 Millionen Tonnen geringer ausfallen und bei 21,7 Millionen Tonnen liegen. Auf die Haupternte, die im Oktober begann, entfällt 70 Prozent der thailändischen Produktion.

Das Wetterphänomen La Nina hat dieses Jahr zu überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen in Teilen Asiens geführt. Zwei Drittel von Thailand sind derzeit überschwemmt. Die Fluten haben sich nach offiziellen Angaben seit Oktober auf 51 Provinzen des Landes ausgebreitet, es gab 241 Tote und mindestens 8,7 Millionen Einwohner sind betroffen. Die Katastrophe werde das Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent drücken auf 7,9 Prozent, teilte die staatliche Planungsbehörde National Economic and Social Development Board mit.

Erst das Volumen der zweiten Reisernte, die im April beginnt, wird dazu beitragen, dass die gesamte Reisernte Thailands noch auf 31 Millionen Tonnen steigt - nach 31,5 Millionen Tonnen im Vorjahr, sagte Minister Theera. Das werde dann für den Konsum im Lande und den Export ausreichen. Thailand selbst verbraucht jährlich etwa 18 Millionen Tonnen Reis. Noch ein kleiner Trost: Die thailändischen Exportpreise, die Messlatte für Asien, fielen um 0,2 Prozent auf 551 Dollar je Tonne, weil die Landeswährung schwächer notierte und der Preis für ausländische Käufer dadurch günstiger wurde, wie der Verband Thai Rice Exporters mitteilte.
Der Reismakler Hermes Investments in Singapur rechnet mit einer Verteuerung bis auf 600 Dollar je Tonne Reis aufgrund der hohen Nachfrage aus China. "Ich wäre nicht überrascht, wenn wir in einem Monat aufwachen und feststellen, dass China eine Million Tonnen gekauft hat", sagte Hermes-Chef Mamadou Ciss, "in dem Fall dürfte der Preis bis auf 650 Dollar oder 700 Dollar steigen."
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die weltweite Produktion von Reis auf 452,5 Millionen Tonnen zurückgesetzt. Das liegt 171 000 Tonnen unter der erwarteten Nachfrage. Diese Angebotslücke - es ist die erste seit vier Jahren - ist aber voraussichtlich größer, weil Taifune und Überschwemmungen in Südostasien nur Tage nach der USDA-Prognose heimsuchten. Samarendu Mohanty, Leitender Volkswirt beim International Rice Research Institute, geht von einer Erntemenge von 450 Millionen Tonnen für das Erntejahr aus. Das liegt zehn Millionen Tonnen unter der vorherigen Schätzung. "Das Angebot ist dieses und nächstes Jahr zweifellos sehr knapp", sagte er.
Vietnam, der weltweit zweitgrößte Reis-Exporteur, konnte dieses Jahr indes ein größeres Volumen von 6,1 Millionen Tonnen Reis exportieren, weil auf Lagerbestände aus dem Vorjahr zurückgegriffen wurde. Das teilte die Vietnam Food Association inzwischen mit. Im Jahr 2009 hatte das Land 6,05 Millionen Tonnen Reis exportiert. Die Welt-Lebensmittelpreise sind nach Angaben der Food & Agriculture Organization der Vereinten Nationen im Oktober auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren gestiegen. Vor allem aufgrund höherer Preise für Zucker, Getreide und pflanzliches Bratöl. QUELLE: Bloomberg

ein Film von ARTE TV zeigt eindrucksvoll die Hintergründe um den Handel mit Reis

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