Sonntag, 28. August 2011

mit "About.me" eine persönliche Webseite ganz einfach zu erstellen



All about about.me from about.me on Vimeo.

Innerhalb von 30 Minuten kann man sich eine sehr schöne Page zusammenbasteln und der Prozess ist wirklich idiotensicher – keinerlei HTML-Kenntnisse von Nöten. Obendrauf gibts von about.me noch ein paar hübsche Analytik Tools, die mich durch ihre Einfachkeit begeistern.
Kein Wunder, dass Digg Gründer Kevin Rose sich schon vor vielen Monaten als Angel Investor an dem Projekt beteiligt hatte – hier ist eine Menge Potenzial vorhanden.
Extrem einfaches Einstellen
Das Aufsetzen der Homepage ist unsagbar einfach, hier wurde extrem gute Arbeit geleistet. Einen Login auf der about.me Seite anlegen, Hintergrundbild hochladen oder eines von den Standardbildern wählen, Lebenslauf oder Text eingeben und fertig. Wirklich. Mit wenigen Klicks kann dann noch die Schriftgröße eingestellt werden oder die Farbigkeit angepasst werden. Das Prinzip „Weniger ist Mehr“ geht hier wieder voll auf. Auch Dienste wie Facebook, Twitter, WordPress, tumblr oder flickr können hinzugefügt werden. Per Widget, nicht nur per Link. Das sieht toll aus, ist super für Erfolgstracking und macht einen sauberen Eindruck bei der Funktionalität.
Coole URL mit eigenem Namen
Ich empfehle ausdrücklich, Euch noch heute eine eigene Domain zu sichern. http://about.me/kimsom ist meine Profilpage, und die finde ich sehr genial. Also schnell sein und das den Namen für Euch reservieren.

Der größte Pluspunkt gegenüber einer normalen Website ist in meinen Augen nämlich die Möglichkeit in Echtzeit den Inhalt zu editieren. Neues Bild im Hintergrund – kein Problem. Eine Referenz im Lebenlauf hinzufügen – läuft. Das alles ist bei einer gecodeten Homepage wesentlich umständlicher. Also ran an den Speck, so einfach wars noch nie!

2011 kurzer Überblick von meinen Internet Webaktivitäten


Hier kann man einen kurzen Überblick über meine Webaktivitäten sehen.
Ich habe 16 Startseitenfotos zu einem Clip zusammen gefasst und ich denke später einige Blogs und Webseiten zu deaktivieren wenn Google+ bestehen bleibt aber bis dahin warte ich ab. Google+ ist so gut, da erübrigt sich es beinahe weiter Blogs und Webseiten zu erstellen oder zu pflegen weil bei Google+ die Dynamik stimmt !!! Jedenfalls für meine Begriffe denn Blogs und Webseiten sind statisch von Natur aus und die Internetwelt verlangt Dynamik also ist so ein Social Network wie Google+ für die Internetkommunikation das optimalste Medium. Was gestern war ist Schnee von gestern und wird ausgesondert nur was heute passiert ist aktuell. In diesem Sinne nehmt Abschied von der guten alten Zeit passt euch an und springt noch auf den fahrenden Zug und kommt in der neuen Zeit des Internets an.

Suchbegriff bei Google " Familie Lange in Thailand "

Montag, 22. August 2011

100 Tage Schonfrist für Thailands neue Regierung dann wird Bilanz gemacht



Thailand Interview: "Von Veränderungen kann bisher keine Rede sein"

In Thailand hat sich in den letzten Tagen eine Menge getan, zumindest in der politischen Führung. Denn das erste Mal in der Geschichte Thailands wurde mit Yingluck Shinawatra eine Frau zur Ministerpräsidentin ernannt. Damit könnte sich nach Jahren die Chance ergeben, dass Pressefreiheit in Thailand wieder größer geschrieben wird und Journalisten für ihre Publikationen keine Haftstrafen mehr befürchten müssen. Hierfür setzt sich auch die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) ein. medienmilch.de hat mit dem Thailand-Experten der Organisation, Serhat Ünaldi, exklusiv ein Interview geführt.



Wie steht Thailand im Vergleich zu anderen Ländern dem Thema Pressefreiheit gegenüber?

Serhat Ünaldi:
Reporter ohne Grenzen zeigt sich besorgt über die Situation der Medien in Thailand: Auf unserer Rangliste der Pressefreiheit steht das Land derzeit auf Platz 153 von insgesamt 178 Ländern. Pressefreiheit ist ein Gut, dem sich thailändische Regierungen zwar verbal verpflichtet fühlen. In der Praxis schränken vor allem ein Gesetz gegen Majestätsbeleidiung sowie ein Gesetz gegen Computer-Kriminalität die offene politische Debatte im Land ein. In allen Monarchien gibt es Bürgerinnen und Bürger, die dem Konzept eines nicht gewählten Staatsoberhauptes kritisch gegenüber stehen. In Thailand darf diese Kritik jedoch nicht öffentlich geäußert werden. Kritiker des Königshauses werden für jede beleidigende oder bedrohliche Äußerung mit Gefängnisstrafen von drei bis 15 Jahren eingeschüchtert.

Wie viele Journalisten / Blogger befinden sich derzeit in Thailands Gefängnissen in Haft?

Serhat Ünaldi:
Derzeit ist ein Blogger in Haft: Der 38-jährige Tanthawut Taweewarodomkul wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt - aufgrund der Verbreitung eines Programms mit dem Titel "Thailand s Way Out" über eine Webseite der "Rothemden", die unter der Vorgängerregierung die Oppositionsbewegung stellten. Weitere Fälle befinden sich in laufenden Verfahren. Neben Bloggern und Journalisten sind außerdem Zivilisten in Haft oder in Verfahren, weil sie öffentlich ihre Meinung äußerten.

Gibt es unter den Inhaftierten einen Fall, der Ihnen noch besonders stark in Erinnerung geblieben ist? Wenn ja, könnten Sie ihn uns genauer schildern?

Serhat Ünaldi:
Der Fall des australischen Autors Harry Nicolaides ist deshalb erinnerungswürdig, da er einen Ausländer betraf. Nicolaides hatte 2005 einen fiktiven Roman veröffentlicht, der kaum gelesen oder verkauft worden war. Erst seine Festnahme im Jahr 2008 kurz vor seiner Heimreise am Flughafen und seine Verurteilung im Januar 2009 wegen der Diffamierung des Kronprinzen lenkten die öffentliche Aufmerksamkeit auf das kaum bekannte Buch "Versimilitude". Dies ist ein Beispiel, weshalb selbst einige Monarchiebefürworter das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung kritisieren: Erst die öffentlichkeitswirksame Festnahme derjenigen, die gegen das Gesetz verstoßen, verschafft den entsprechenden Veröffentlichungen Bekanntheit. Nicolaides wurde schließlich begnadigt und durfte nach Australien zurückkehren. Reporter ohne Grenzen hatte während des Prozesses eine Online-Demo für Nicolaides Freilassung organisiert.

Der Regierungswechsel ist jetzt etwa 11 Tage her. Was hat sich bisher geändert?

Serhat Ünaldi:
Von Veränderungen kann bisher keine Rede sein. Der neue Außenminister hat bei der japanischen Regierung als erste Amtshandlung erfolgreich für die Erteilung eines Visums für den 2006 gestürzten Premierminister Thaksin Shinawatra geworben. Thaksin ist der ältere Bruder der neuen Premierministerin Yingluck Shinawatra und war im Jahr 2006 durch einen Militärcoup gestürzt worden. Im Exil ohne Diplomatenpass, noch dazu einer Straftat verurteilt, wurde Thaksin über mehrere Jahre die Einreise in viele Länder untersagt. Dass die ersten Schlagzeilen der neuen Regierung die Rehabilitierung Thaksins anstelle der angekündigten Reformen betreffen, verheißt wenig Gutes. Die Umsetzung der vollmundigen Wahlversprechen wird eine finanzielle Herausforderung und Yingluck vermutlich bald den Vorwurf des kurzsichtigen Populismus einbringen. Nachhaltige Lösungen für die Probleme Thailands - etwa eine dringende Bildungsreform - sind noch nicht zu erkennen. Auch die Reform des Gesetzes zur Majestätsbeleidigung scheint keine Priorität zu haben. Die Massenbewegung der Rothemden, die über Jahre hinweg Thaksins Partei außerparlamentarisch unterstützt hatte, hat keinen Vertreter in der neuen Regierung. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Yinglucks Partei "Pheu Thai" und den Rothemden wird eine zentrale Frage der kommenden Monate sein.

Was sind die Gründe für den Regierungswechsel in Thailand?

Serhat Ünaldi:
Einer der Gründe für den Regierungswechsel ist die fortwährende Beliebtheit des 2006 gestürzten Premierministers Thaksin. Vor allem die Bevölkerung der Nordostregion Isaan sowie Teile der Mittellosen und Intellektuellen in den Städten stützten Thaksin in den vergangenen Jahren. Die populistische Politik zugunsten von bis dato vernachlässigten Bevölkerungsteilen hatte Thaksins Partei "Thai Rak Thai (TRT)" (Thai lieben Thai) - trotz stark autoritärer Tendenzen - seit 2001 einen Wahlsieg nach dem anderen beschert. Nach dem Coup von 2006 hatte die Nachfolgepartei der TRT erneut eine Wahl gewonnen. Erst nachdem Koalitionspartner übergelaufen waren, verlor sie ihre Macht an die elitäre "Democrat Party", die seit 1992 keine regulären Wahlen mehr für sich entscheiden konnte. Ein Wahlerfolg der "Pheu Thai"-Partei zu Ungunsten der "Democrats" in diesem Jahr galt als sicher.

Thailand steht im ROG-Report unter der Kategorie unter Beobachtung. Was darf man darunter verstehen?

Serhat Ünaldi:
Die Beschränkung der Internetfreiheit in Thailand entwickelt sich in eine bedenkliche Richtung. Reporter ohne Grenzen richtet seine besondere Aufmerksamkeit auf Entwicklungen, die den freien Zugang und den Austausch von Meinungen im Internet einschränken. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, rutscht Thailand in die Kategorie "Feinde des Internets".

Wie gut stehen die Chancen, dass das Thema Menschenrechte von der neuen Regierung eine höhere politische Priorität erhält?

Serhat Ünaldi:
Reporter ohne Grenzen und andere Menschenrechtsorganisationen appellieren an die neue Regierung, die Menschenrechte zu einer Priorität ihrer Politik zu machen. Während der Thaksin-Regierung von 2001 bis 2006 hatten Menschenrechte keine Priorität. Thaksins "Krieg gegen Drogen" forderte zahlreiche Todesopfer, die Pressefreiheit wurde eingeschränkt und der Konflikt im Süden Thailands zwischen Muslimen und dem thailändischen Staat wurde fatal entfesselt. Die Jahre nach Thaksins Sturz haben nach der Regierungsübernahme durch Royalisten vor allem im Bereich der Anwendung des Gesetzes zur Majestätsbeleidung zu einer nie dagewesenen Verschärfung der Lage für Presse- und Meinungsfreiheit geführt. Thaksins Schwester Yingluck muss es gelingen, sich von den Methoden ihres Bruders und der Nachfolgeregierungen zu emanzipieren und den thailändischen Politikstil zu reformieren. Zu hoffen ist, dass Thaksin in den Jahren des Exils selbst zu neuen Einsichten gelangt ist. Seine Einflüsterungen werden Yingluck stark beeinflussen, wenn nicht sogar lenken.

Könnte sich die Tatsache, dass jetzt eine Frau Teil der Regierung ist auch positiv auf die Frauenrechte in Thailand auswirken?

Serhat Ünaldi:
Das ist eine heiß diskutierte Frage, nicht nur unter Feministinnen. Ein Taxifahrer erklärte mir kürzlich, thailändische Frauen seien weniger konfrontativ und stärker auf Kompromisse bedacht. Deshalb hoffe er auf Yingluck. Selbst wenn diese diskussionswürdige Generalisierung stimmt, bleibt die Frage, wie frei Yingluck in ihren Entscheidungen ist. Wenn sich herausstellt, dass sie am Ende lediglich die Anweisungen ihres Bruders Thaksin ausführt, dann wäre sie kein Vorbild für selbstbestimmte thailändische Frauen. Das thailändische Patriarchat hätte erneut gewonnen. Yingluck könnte eine Vorbildfunktion einnehmen, aber ob sie dies erfolgreich tun wird, ist noch völlig unklar.

Verändert sich eventuell auch das Bild von Thailand gegenüber der Außenwelt beziehungsweise schafft es neue Wirtschaftsmöglichkeiten?

Serhat Ünaldi:
Die politischen Unruhen der vergangenen Jahre hatten kurioserweise nur begrenzt Auswirkungen auf die thailändische Wirtschaft. Betroffen war vor allem der Tourismus. Thailands Wirtschaft muss sich langfristig gegen Billiglohnländer wie China und Vietnam auf der einen Seite und Kreativ-Ökonomien wie Südkorea auf der anderen Seite behaupten. Das Lohnniveau in Thailand ist bereits höher als in vielen Konkurrenzländern und lässt sich nicht wieder drosseln. Thailand muss also mittelfristig das vorhandene kreative Potenzial sowie die Anzahl gut ausgebildeter Facharbeiter erhöhen. Nur mit Qualität und Innovation wird sich Thailand in der Region behaupten können. Die neue Regierung verspricht Tablet-PCs für alle Schulkinder. Ob dies jedoch durchschlagenden Erfolg auf das Ausbildungsniveau hat, ist fraglich. Eine Neuordnung des Curriculums und der Lernstrukturen wäre effektiver. Aber das daraus resultierende Risiko sozialer Umwälzungen sind die Entscheidungsträger bisher nicht bereit zu tragen.

Für Deutschland war Thailand stets ein beliebtes Ausflugsziel, glauben Sie das könnte sich jetzt ändern?

Serhat Ünaldi:
Der Tourismus in Thailand verzeichnete bisher keine größeren Einbrüche. Das geringe Preisniveau, ein ordentlicher Service-Sektor, tropisches Klima, in Szene gesetzte Exotik und gutes Essen üben eine ungebrochene Anziehungskraft auf Touristen aus. Weder der Tsunami im Jahr 2004 noch der Militär-Coup im Jahr 2006 oder die jahrelangen Protestbewegungen inklusive Blockade des Flughafens sowie der Innenstadt von Bangkok wirkten dem Besucherstrom nachhaltig entgegen. Selbst der Tod von mehr als 90 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt im April und Mai 2010 hielt die Touristen nicht lange zurück. Reisende scheinen sich weit weniger um die soziopolitischen Verhältnisse in ihrem Zielland zu kümmern als häufig angenommen. Zu Thailands Gunsten wirkt außerdem das orientalistische Klischee des ewig lächelnden und sanftmütigen Asiaten. Höchstens der Wertverlust des Euro gegenüber dem thailändischen Baht könnte an der Thailand-Reisefreude der Deutschen etwas ändern.

Die Fragen an Serhat Ünaldi stellte Merle Richter.
Quelle des Artikels www.medienmilch.de

Montag, 15. August 2011

Intel`s " Museum of me "







Intel hat eine neue Microsite gelauncht: das “Museum of Me”. Kreiert von der japanischen Agentur Projector Inc, ist diese natürlich als Kampagne für Intel und deren neue Core i5-Prozessoren gedacht. Dabei ist die Interaktivität und Darstellung der Seite durchaus erlebenswert. Diese funktioniert so, dass die Website, nachdem ein Zugriff erlaubt wurde, alle Daten eines facebook Profils aufnimmt und zu einer online Ausstellung zusammenfügt. Dabei werden Fotos in einen virtuellen Raum “gehängt”, inklusive einer kurzen textlichen Einführung in die Ausstellung, als “a journey of visualization that explores who I am” bei welcher ebenfalls der Benutzername desjenigen genannt wird, dessen Leben ausgestellt wird. Die visualization kann dann mit allen facebook Freunden geteilt werden.
Die Ausstellung beginnt mit auf einzelne Galerien aufgeteilte Bilder von Freunden, Bekannten, Verwandten oder was sonst auf das jeweilige facebook Profil hochgeladen wurde. Virtuelle Menschen laufen in den Räumen umher und begutachten die Bilder. Am Ende der Ausstellung gibt es außerdem eine Text-Installation aus Wörtern, die auf der Pinnwand des jeweiligen Profils gefunden wurden. Bevor die Ausstellung deines Lebens dann ganz zu Ende ist, kommen ein Paar Roboterarme zum Einsatz, die Bilder aus der Ausstellung in einem leeren Raum hin und her bewegen und am Ende aus diesen eine Collage erstellen, mit dem Benutzer im Zentrum.
Bei aller sehenswerter Aufmachung der Seite, zeigt das “Museum of Me” wieder einmal, wie schnell private facebook-Inhalte entnommen und woanders im Internet platziert werden können. Und wirft so auch einmal mehr Bedenken zum Thema Privatsphäre und Datenschutz vor allem bei facebook und im Internet im Allgemeinen auf. Intel versichert gleich auf der Eröffnugsseite, dass keine Daten für eigene Zwecke übernommen oder an Dritte weitergegeben oder für irgendwas auch immer verwendet werden. Da muss man dann selbst entscheiden, wie weit man es mit der Selbstdarstellung treiben möchte.

Nach dem Klick auf “Facebook Connect” dauert es zwar je nach Freundeszahl und Facebookaktivität eine schöne Weile bis der virtuelle Museumsrundgang im eigenen Facebookprofil generiert wird, das Warten lohnt sich allerdings. Hier das Beispiel von “The Museum of Me” anhand meines Benutzerprofils:

Sonntag, 14. August 2011

BLOG und GOOGLE+ sind miteinander verbunden



ich habe für meinen Blog eine Lösung gefunden die den Blog und Google+ mit einander verschmelzen lassen. Die Lösung ist noch nicht perfekt doch sie funktioniert wenigstens im Ansatz an einer endgültige Lösung wird noch kräftig nachgedacht. vorerst kann man sich den Blogpost ansehen und danach gleich zur G+ seite springen.

Mittwoch, 3. August 2011

Thailand 2011 hat ein neues Parlament und viele alte Probleme


Thailand hat ein neues Parlament und viele alte Probleme das Volk ist immer noch gespalten eine Versöhneung nicht in Aussicht die Konflikte mit den Nachbarländern können oder wollen nicht beigelegt werden. Thailand Quo Vadis ?

Noch diese Woche soll Yingluck Shinawatra zur Regierungschefin gewählt werden. Ihre Koalition verfügt über 300 der 500 Mandate. Armee und Wirtschaft lehnen die Wahlsieger ab.
Bangkok.2.August 2011
Thailands neues Parlament ist am Dienstag zum ersten Mal zusammengetreten. Die 500 Abgeordneten wählten rund einen Monat nach dem Erdrutschsieg der oppositionellen Puea-Thai-Partei in ihrer ersten Sitzung den Parlamentspräsidenten. Spätestens am Freitag soll Yingluck Shinawatra, Schwester des 2006 aus dem Amt geputschten Expremiers Thaksin Shinawatra, zur Premierministerin gewählt werden. Ihre Koalition verfügt über 300 der 500 Mandate.
Damit das neue Parlament seine Arbeit aufnehmen konnte, musste die Wahlkommission zunächst sämtliche Abgeordneten bestätigen. Sie hat dabei auch untersucht, ob die kommende Regierungschefin rechtmäßig ins Parlament gekommen ist. Yingluck hatte am Rande einer Wahlveranstaltung mit einer Unterstützerin Nudeln gekocht. Gegner wollten daraus einen Fall von „Stimmenkauf“ schmieden. Die Kommission wies die Beschwerde ab.

Politischer Druck von außen...

Buchstäblich in letzter Minute ist auch Jatuporn Promphan, bereits im vergangenen Parlament Abgeordneter von Puea Thai und einer der Anführer der „Rothemden“-Proteste vor einem Jahr, ins Parlament gekommen. Der Politiker saß seit Mai im Gefängnis, weil er bei einer Kundgebung im April das Königshaus kritisiert haben soll – nach thailändischem Recht ein Schwerverbrechen. Ein Mitglied der Wahlkommission drohte offen damit, es werde einen „Militärputsch“ geben, sollten die Rothemden nicht aufhören, sich für eine Bestätigung Jatuporns als Abgeordneten auszusprechen.

Der Vorfall lässt ahnen, was alles auf die neue Regierung zukommen könnte. Denn schon üben Wirtschaftsverbände Druck aus, damit die Regierung eines ihrer zentralen Wahlversprechen fallen lässt: die Anhebung des staatlich festgelegten Mindestlohns auf 300 Baht (7,1 Euro) pro Tag.
Im ungelösten Grenzkonflikt mit Kambodscha hat der scheidende Premier Abhisit Vejjajiva Yingluck eine politische Tretmine hinterlassen. Denn sowohl Abhisit als auch die Armeeführung haben sich demonstrativ geweigert, einer Anordnung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag Folge zu leisten. Demnach sollten sowohl Thailand als auch Kambodscha ihre Truppen aus einem umstrittenen Grenzgebiet um den Preah Vihear-Tempel zurückziehen. Dort hatte es erst im Februar schwere Kämpfe zwischen Soldaten beider Seiten gegeben.
Abhisit hat nach der Weisung des Gerichts erklärt, „die kommende Regierung“ solle diesbezüglich eine Entscheidung treffen. Ihr Dilemma ist nun groß: Sollte Yingluck einen Truppenabzug befürworten, könnte es zur Konfrontation mit der Armee kommen, die sich als übergeordnete Instanz in Sicherheitsfragen versteht.

...und von innen

Intern könnte Yingluck Schwierigkeiten mit den Rothemden bekommen. Denn die Gruppe drängt darauf, dass die Schuldigen an den Toten bei den Protesten 2010 zur Rechenschaft gezogen werden. Sollte die neue Regierung jedoch Ermittlungen gegen ihre Vorgänger oder die Armee vorantreiben, könnte Thailands Establishment zurückschlagen. So wie 2008, als ein Gericht in einem auffallend einseitigen Urteil die Auflösung der damaligen Pro-Thaksin-Regierungspartei angeordnet hat.





("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2011)